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KIRCHTÜRMCHEN Spätburgunder GG

QUALITÄTSWEIN
GUTSABFÜLLUNG
WEINGUT DEUTZERHOF
MAYSCHOSS/AHR

Das Neuenahrer Kirchtürmchen liegt zwischen dem Ahrweiler Daubhaus und der Neuenahrer Schieferley. Ursprünglich um ein Vielfaches Größer, sind viele Hektar dem überdimensionierten Autobahnzubringer und Verteilerkreis zum Opfer gefallen.

In den alten Weinbaukarten wird die Lage als "An dem Kirchtürmchen" bezeichnet. Über die Namensgebung herrscht aber Unklarheit. Möglicherweise waren die Türme der alten nahe gelegenen Kapellengüter von hier aus zu sehen oder die gute Sicht auf den Kirchturm der alten katholischen Kirche in Neuenahr war für die Namensgebung verantwortlich.

Die kleinbeerigen Rebstöcke des Deutzerhofes liegen geschützt in einer Talmulde zur angrenzenden Schieferley. Es ist ein für die Ahr relativ flacher Weinberg ganz ohne Weinbergsmauern. Über dem Schiefer liegt hier noch eine sehr dicke Lehmschicht. Zwischen den Reben ist eine um die andere Reihe begrünt, doch bei Trockenperioden im Sommer wird hier der Boden steinhart. Ebenso "wächst" man mit jedem Schritt im Weinberg, wenn es geregnet hat.

Nach der selektiven Handlese werden die Beeren entrappt und die Maische wird für die Kaltmazeration herunter gekühlt. In sehr guten Jahren, wenn die Beeren voller Saft sind, wird am zweiten Tag ein Saftabzug für den Spätburgunder Rosé "Saumon de l'Ahr" gemacht. Da wir das Verhältnis von Saft zu Schalen und Kernen verändert haben, kommt es zu einer natürlichen Konzentration des Weines - übrigens die einzige Art der Konzentration, welche uns als VDP.Weingut erlaubt ist. Nach drei bis vier Tagen füllen wir die Maische von Hand in einen der Holzbottiche. Die Wärmeschleifen im Bottich-inneren werden auf 20 Grad Celsius eingestellt, damit die natürlichen Hefen ein perfektes Millieu für Ihre Arbeit haben. Während der Gärung wird die Temperatursteuerung umgestellt. Sobald der Gärprozess über 30 °C erreicht, springt die Kühlung an. Nach 10 bis 12 Tagen sind die Hefen im wahrsten Sinne des Wortes fertig und haben den Fruchtzucker in Alkohol umgewandelt. Nach der Gärung warten wir noch ein paar Tage, bis der Maischekuchen von selbst absinkt. Erst jetzt kommt der Wein auf die Presse und wird vorsichtig mit kurzen Druckphasen und langsamer Druckerhöhung schonend gepresst.

Der Jungwein kann im Stahltank sedimentieren, d.h. Trubstoffe und abgestorbene Hefen setzen sich am Boden ab. Dieser Vorgang ist nach ein paar Tagen abgeschlossen und erst jetzt kommt der Wein in den Keller.

Das Grosse Gewächs vom Spätburgunder aus dem KIRCHTÜRMCHEN reift in den 228-Liter-Fässern der Tonnelerie Rousseau aus Burgund. Dieses feinporige und gut abgelagerte Eichenholz wurde leicht geflämmt. Wir unterstüzten hiermit den opulenten Charackter dieses Weines bedingt durch den massiven Lehmanteil über dem Schiefer. Nach 12 Monaten wird der Wein ein weiteres Mal abgezogen - noch einmal vom abgelagerten Trub getrennt. Bis zur Füllung nach 18 Monaten wird der Vorgang noch zwei Mal wiederholt. Hierdurch ist der Wein jetzt so klar, dass er ohne die extrem mechanische Anstrengung einer Filtration gefüllt werden kann.

Mit einem kräftigen Rubin-rot läuft dieser Wein ins Glas. Wie bei allen Top-Weinen des Deutzerhofes lohnt es sich, mindestens 3 Jahre mit dem öffnen der Flasche zu warten. Die Opulenz des Schieferbodens schmeckt man im Glas.

Der Trester der Grossen Gewächse, die Press-überreste von Kernen und Schalen, und auch die abgestorbenen Hefen der Großen Gewächse, welche sich nach der Pressung im Stahltank absetzten, werden in unserer eigenen Brennerei im Deutzerhof zum Marc (Tresterbrand) und Hefebrand weiter veredelt.

Der Humus gepaart mit dem weißen Ton läßt einen der ungewöhnlichsten Spätburgunder entstehen.In der Farbe oft etwas heller, finden sich in der Nase viele florale und kräutrige Noten. Die Aromen von Cassis, Weißdorn und Weichselkirsche kommen erst nach ein paar Jahren der reifung in den Vordergrund. Ein außergewöhnlicher Wein zur Ente oder zum Wildbret.

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