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MÖNCHBERG Spätburgunder GG

QUALITÄTSWEIN TROCKEN
GUTSABFÜLLUNG
WEINGUT DEUTZERHOF
MAYSCHOSS/AHR

Im späten Mittelalter hatten Mönche des Klosters zu Deutz am Fuße des Weinbergs in Mayschoss eine Aussenstelle. Diese Lage heißt daher bis heute immer noch MÖNCHBERG. Es wurde Wein für das Mutterhaus erzeugt. Das Mutterhaus im heutigen Stadtteil von Köln/Deutz ist mittlerweile ein Altenstift. Aber an Ort und Stelle  des ehemaligen Aussenpostens steht heute unser Weingut. Als unser Aussiedlerhof 1980 gebaut wurde, entschied sich die Familie für einen Erbfolge unabhängigen Namen. Deshalb nannte die Familie in Anlehnung an den historischen Grund und Boden das neue Weingut "Deutzerhof".

Nur aus dem Herzstück des Mayschosser MÖNCHBERG - unserem "Amphitheater" vis-a-vis unseres Weingutes - stammen die Trauben für dieses Grosse Gewächs. Unsere alten und wurzelechten Spätburgunder stehen in den alten Terrassen neben Rieslingen für "Catharina C." und Portugieser von 1927 für den "Alfred C.". Es ist der selbe kleinbeerige Klon, wie im Eck, der seine Wurzeln seit Jahrzehnten tief ins Erdreich treibt. Durch die natürliche Krümmung und die Ausrichtung nach Süden bündelt der MÖNCHBERG die Sonnenstrahlen wie ein Parabolspiegel von Morgens bis Abends. Der MÖNCHBERG hat viele Weinbergsmauern und besteht aus Schiefer und Schieferverwitterungsgestein. Doch im Gegensatz zum ECK hat der Boden hat auch einen kleinen Anteil an Lehm und Löß.

Nach der selektiven Handlese werden die Beeren entrappt und die Maische wird für die Kaltmazeration herunter gekühlt. In sehr guten Jahren, wenn die Beeren voller Saft sind, wird am zweiten Tag ein Saftabzug für den Spätburgunder Rosé "Saumon de l'Ahr" gemacht. Da wir das Verhältnis von Saft zu Schalen und Kernen verändert haben, kommt es zu einer natürlichen Konzentration des Weines - übrigens die einzige Art der Konzentration, welche uns als VDP.Weingut erlaubt ist. Nach drei bis vier Tagen füllen wir die Maische von Hand in einen der Holzbottiche. Die Wärmeschleifen im Bottich-inneren werden auf 20 Grad Celsius eingestellt, damit die natürlichen Hefen ein perfektes Millieu für Ihre Arbeit haben. Während der Gärung wird die Temperatursteuerung umgestellt. Sobald der Gärprozess über 30 °C erreicht, springt die Kühlung an. Nach 10 bis 12 Tagen sind die Hefen im wahrsten Sinne des Wortes fertig und haben den Fruchtzucker in Alkohol umgewandelt. Nach der Gärung warten wir noch ein paar Tage, bis der Maischekuchen von selbst absinkt. Erst jetzt kommt der Wein auf die Presse und wird vorsichtig mit kurzen Druckphasen und langsamer Druckerhöhung schonend gepresst.

Der Jungwein kann im Stahltank sedimentieren, d.h. Trubstoffe und abgestorbene Hefen setzen sich am Boden ab. Dieser Vorgang ist nach ein paar Tagen abgeschlossen und erst jetzt kommt der Wein in den Keller.

Das Grosse Gewächs vom Spätburgunder aus dem MÖNCHBERG reift in den 228-Liter-Fässern der Tonnelerie Chassin aus Burgund. Dieses feinporige und gut abgelagerte Eichenholz wurde nur sehr leicht geflämmt. Dadurch unterstüztzen wir den etwas weicheren Charackter dieses Weines bedingt durch den kleinen Lehm- und Lössanteil neben dem Schiefer. Nach 12 Monaten wird der Wein ein weiteres Mal abgezogen - noch einmal vom abgelagerten Trub getrennt. Bis zur Füllung nach 18 Monaten wird der Vorgang noch zwei Mal wiederholt. Hierdurch ist der Wein jetzt so klar, dass er ohne die extrem mechanische Anstrengung einer Filtration gefüllt werden kann.

Mit einem kräftigen Rubin-rot läuft dieser Wein ins Glas. Wie bei allen Top-Weinen des Deutzerhofes lohnt es sich, mindestens 3 Jahre mit dem öffnen der Flasche zu warten. Die fast harte Mineralität des Schiefers wird durch Lehm und Löß abgepuffert. Der Wein wirkt dadurch etwas weicher als das ECK und ist dadurch auch früher etwas zugänglicher.

Der Trester der Grossen Gewächse, die Press-überreste von Kernen und Schalen, und auch die abgestorbenen Hefen der Großen Gewächse, welche sich nach der Pressung im Stahltank absetzten, werden in unserer eigenen Brennerei im Deutzerhof zum Marc (Tresterbrand) und Hefebrand weiter veredelt.

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