Logo-Weine_gold
Bar-CDFarbe

Caspar C. Spätburgunder

QUALITÄTSWEIN TROCKEN
GUTSABFÜLLUNG
WEINGUT DEUTZERHOF
MAYSCHOSS/AHR

1989 kaufte Wolfgang Hehle sich sein aller erstes Barriquefass aus französischer Eiche. Er legte eine Spätburgunder Auslese in dieses Fass und ließ den Wein 9 Monate reifen. Von dem Ergebnis war er mehr als begeistert! Nach diesem Reifungsprozess hatte Wolfgang  Hehle das Gefühl, den Spätburgundern aus dem Burgund ganz nahe zu sein. Voller Stolz stellte der Winzer seine bis dahin beste trockene Auslese zur amtlichen Prüfung an. Um so erstaunter und verärgerter war er, als sein Wein als Auslese abgelehnt und zum QbA runter gestuft wurde. Begründet wurde diese Entscheidung damit, dass die typische Auslese der Ahr damals noch lieblich war. Irritiert waren die Prüfer auch von der Holznote des Weines.
Enttäuscht kehrte Wolfgang Hehle heim und beratschlagte sich mit seiner Frau und seinen Schwiegereltern, denn Wolfgang Hehle war nicht bereit seinen bis dato besten Spätburgunder einfach nur als "Qualitätswein" zu vermarkten. Eher würde er "die Flaschen selber trinken...". Sein Schwiegervater, Alfred Cossmann, blätterte aber in der Familien-Chronik und machte Wolfgang darauf aufmerksam, dass 1574 - vor 11 Generationen - sein Vorfahr, Caspar Cossmann, zum ersten Mal namentlich als Weinbauer erwähnt wurde. Dieses beschäftigte Wolfgang Hehle die ganze Nacht und am nächsten Tag entschied er, dass diese trockene Auslese den Namen "Caspar C." erhielt.

Angefixt durch die Prüfer entschied sich Wolfgang Hehle weitere trockene Auslesen zu produzieren und mit Familiennamen zu benennen. So wurden die trockenen Auslesen des Riesling zur "Catharina C." (Ehefrau vom Caspar Cossmann) und aus den alten Portugiesern zum "Alfred C." (Schwiegervater vom Wolfgang, der im Pflanzjahr der Portugieser 1928 geboren wurde). Der Caspar C. blieb aber bis zu Wolfgang Hehles Tod, 2013, sein Lieblingswein. 1992 gewann er mit dem 1991er Caspar C. auch seinen ersten bedeutenden Preis - den Deutschen Rotweinpreis der Zeitschrift Vinum.

Der "Caspar C." stammt zu ungefähr gleichen Teilen aus den Einzellagen Daubhaus in Ahrweiler und Landskrone in Heimersheim. Die voll ausgereiften Trauben werden mit ca. 94 bis 98° Oechsle gelesen. Handlese ist an der Ahr selbstverständlich.

Nach der Gärung werden die Lagen noch getrennt gehalten und in Barriques der Erst-und Zweitbelegung zum Reifen gelegt. Erst im Juli, nach dem kompletten Abschluss des biologischen Säureabbaus, werden die Fässer einzeln probiert und für den Spätburgunder "Caspar C." ausgewählt.

Tiefdunkel mit Duft von Veilchen, Cassis und Schokolade findet man am Gaumen auch Extrakt, reife Tannine und feine Gerbsäure.
Er ist auch heute noch das Flggschiff des Weinguts Deutzerhof!

weinprobe-weinprobe-2col