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ECK Spätburgunder GG

QUALITÄTSWEIN TROCKEN
GUTSABFÜLLUNG
WEINGUT DEUTZERHOF
MAYSCHOSS/AHR

Als westlichste Einzellage des Ahrtales trifft die Ahr hier zum ersten Mal auf Trauben. Nach der Durchfahrt des Tunnels von Altenahr Richtung Bad Neuenahr erhebt sich linker Hand die massive Schieferwand über 200 Meter bis zum Waldrand. Die Weinberge sind stark terrassiert und liegen wie die besten Mosellagen in den Schiefer gehauen. Das Tal ist an der schmalsten Stelle nur 70 m breit. Den Namen gab die mittelalterliche Burg "Ekka" welche aber bereits 1249 dem Boden gleich gemacht wurde. Begrenzt wird die Lage durch die Burgruine "Are" über Altenahr und der Felsformation "Ravenley" oberhalb von Reimerzhoven.

Auf massivem Schieferuntergrund liegt eine dünne Humusschicht und selbst der Oberbodenoden ist übersäät mit kleinen Schieferscherben. Die Weinbergsmauern aus Grauwacke sind sehr hoch. Die Wärme der Sonne wird dadurch aufgenommen und an die Reben reflektiert. An heißen Sommertagen herrschen dadurch bis zu 50° C im Weinberg.

Alte, wurzelechte Spätburgunder des historischen Spätburgunder-Klones "Kaastenholz" wachsen hier. Die Reben sind im Schiefer tief verwurzelt und dadurch vom Boden geprägt, die Trauben sind sehr klein. Der Ertrag liegt nur bei ca. 25 hl/ha.

Nach der selektiven Handlese werden die Beeren entrappt und die Maische wird für die Kaltmazeration herunter gekühlt. In sehr guten Jahren, wenn die Beeren voller Saft sind, wird am zweiten Tag ein Saftabzug für den Spätburgunder Rosé "Saumon de l'Ahr" gemacht. Da wir das Verhältnis von Saft zu Schalen und Kernen verändert haben, kommt es zu einer natürlichen Konzentration des Weines - übrigens die einzige Art der Konzentration, welche uns als VDP.Weingut erlaubt ist. Nach drei bis vier Tagen füllen wir die Maische von Hand in einen der Holzbottiche. Die Wärmeschleifen im Bottich-inneren werden auf 20 Grad Celsius eingestellt, damit die natürlichen Hefen ein perfektes Millieu für Ihre Arbeit haben. Während der Gärung wird die Temperatursteuerung umgestellt. Sobald der Gärprozess über 30 °C erreicht, springt die Kühlung an. Nach 10 bis 12 Tagen sind die Hefen im wahrsten Sinne des Wortes fertig und haben den Fruchtzucker in Alkohol umgewandelt. Nach der Gärung warten wir noch ein paar Tage, bis der Maischekuchen von selbst absinkt. Erst jetzt kommt der Wein auf die Presse und wird vorsichtig mit kurzen Druckphasen und langsamer Druckerhöhung schonend gepresst.

Der Jungwein kann im Stahltank sedimentieren, d.h. Trubstoffe und abgestorbene Hefen setzen sich am Boden ab. Dieser Vorgang ist nach ein paar Tagen abgeschlossen und erst jetzt kommt der Wein in den Keller.

Das Grosse Gewächs vom Spätburgunder aus dem ECK reift in den 228-Liter-Fässern der Tonnelerie Rousseau aus Burgund. Dieses feinporige und gut abgelagerte Eichenholz wurde  leicht geflämmt. Dadurch unterstüztzen wir den harten mineralischen Charackter dieses Weines bedingt durch den großen Einfluss des Schiefers. Nach 12 Monaten wird der Wein ein weiteres Mal abgezogen - noch einmal vom abgelagerten Trub getrennt. Bis zur Füllung nach 18 Monaten wird der Vorgang noch zwei Mal wiederholt. Hierdurch ist der Wein jetzt so klar, dass er ohne die extrem mechanische Anstrengung einer Filtration gefüllt werden kann.

In den ersten Jahren ist dieser große Wein nur ein Schatten seiner selbst. Die Mineralität ist so überwältigend, das die zarten Frucht-und Kräuternoten erst nach eingehender Reife auf der Flasche in den Vordergrund gelangen. Diese durch die Mineralität geprägte Finesse macht diesen Wein einzigartig. Mit einem kräftigen Rubin-rot läuft dieser Wein ins Glas. Im Gaumen öffnet sich mit jedem weiteren Schluck ein anderes Türchen und die Vielfalt überrascht und beeindruckt zugleich. Cassis, Brombeer, Schokolade, Pflaume und Würzaromen vereinigen sich zu einem einzigen Genuss. Obwohl sich der Besitzer der Flasche ein paar Jahre gedulden muß, so wird er doch reich beschenkt!

Der Trester der Grossen Gewächse, die Press-überreste von Kernen und Schalen, und auch die abgestorbenen Hefen der Großen Gewächse, welche sich nach der Pressung im Stahltank absetzten, werden in unserer eigenen Brennerei im Deutzerhof zum Marc (Tresterbrand) und Hefebrand weiter veredelt.

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