Der früheste Herbst ist zuende

Am 24. August ist das Deutzerhof-Team dieses Jahr zum ersten Mal zur Lese ausgerückt. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir jemals so früh mit der Lese begonnen haben“, sagt Hella Hehle, Besitzerin des Weingutes. Die Frühburgunder in der Landskrone hätten dem Regen aber nicht mehr Stand halten können und so hat Betriebsleiter, Hans-Jörg Lüchau, den frühesten Herbst im Weingut Deutzerhof eingeläutet. Durch diese frühe Lese konnte die selbe Menge geerntet werden wie im Vorjahr. Auch die Oechsle-Grade unterschieden sich nur unwesentlich von 2016. Durch den anhaltenden Regen mußten dann auch schon 5 Tage später die Frühburgunder in Mayschoss und Rech geerntet werden. In diesen Lagen wurden zwar nicht die Oechsle-Grade des heißen Vorjahres erreicht, aber während des Keltern verströmte der Frühburgunder schon wunderbar fruchtige Aromen.
Alle Ahr-Winzer atmeten spürbar auf, als der Regenphase in der zweiten Septemberwoche endete. Dieses gab Hoffnung für die übrigen Rebsorten. Bedingt durch den Aprilfrost gab es an den Reben unterschiedliche Entwicklungsstufen der Trauben. Im Deutzerhof wurden die Weinberge deshalb alle zwei Mal durchgelesen – d.H. wir haben faule und grüne Trauben raus geschnitten. Es war für alle Beteiligten einfach unglaublich, wie früh die Trauben schon ausgereift waren. Am 4. Oktober haben wir den letzten Weinberg gelesen – ein weiterer Rekord!
Die Menge hat zwar die pessimistischen Erwartungen übertroffen, ist aber doch deutlich unter der Menge des Vorjahres. Die Weine selber präsentieren sich aber schon feinfruchtig und strukturiert.
Wir sind sehr gespannt 🙂